Wolfgang Leber: Malerei und Steindrucke

Am Donnerstag, dem 20. Februar 2020, um 19 Uhr eröffnen wir die Ausstellung

Wolfgang Leber: Malerei und Steindrucke aus der Werkstatt von Klaus Wilfert

Einführende Worte: Jens Meinrenken

Sie sind herzlich eingeladen!

Hier sehen Sie eine Auswahl der ausgestellten Werke (zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Vorschaubild):

Lochkarten, Öl, 2014, 30 x 44 cm
Selbstauslöser, Öl, 2018, 56 x 43 cm
Stadtbild, Öl, 2001, 30 x 45 cm

Der große Gedanke, Öl, 2017,
72 x 49 cm
Der grüne Tisch, Öl, 2010, 50 x 82 cm
Schwarze Figur, Öl, 2017,
48 x 34 cm
Nachts auf Reisen, Öl, 2018,
37 x 28 cm
Drei Objekte, Öl, 2005,
30 x 21 cm
Blick ins Leere, Öl, 2019, 30 x 30 cm
Zeichen zeigen, Öl, 2019,
20 x 22 cm
Am Fenster, Öl, 2013, 40 x 30 cm
An der Rolltreppe, Aquarell, 1977,
36 x 40 cm
Straßencafé, Aquarell, 1986, 35 x 51 cm
Der vermummte Herr Richter,
Aquarell, 2012, 42 x 25,5 cm
Stadttor, Aquarell, 2017, 34 x 25 cm
Auftritt, Aquarell, 2018,
29 x 20,5 cm
(Figuren), Farblithographie,
51 x 37,5 cm
Akt und Paar, Lithographie,
38,5 x 30,5 cm
Berliner Hof, Farblithographie,
1987, 37,5 x 27 cm
(Interieur), Lithographie,
49,5 x 35 cm
(Figur im Raum), Farblithographie,
50 x 37 cm
Das Gespräch, Farblithographie,
63 x 45 cm

Als Wolfgang Leber Ende der 70er Jahre in mein Atelier für künstlerischen Handpressendruck kam, ahnte er wohl nicht, welchen prägenden Einfluss das Medium des Steindrucks, speziell der Farblithographie, auf sein graphisches Œuvre haben würde.

In über 20 Jahren gemeinsamer, ambitionierter Arbeit entstanden aus den kraftvollen, konturenreichen Schwarz-Weiß-Steindrucken imposante Farblithographien, die in ihren fast monochrom wirkenden Farbvarianten das Verstehen, Beherrschen und Kultivieren dieser klassischen Drucktechnik offenbaren.  Innerhalb seiner Malerei und Graphik kam es so zu einer Win-win-Situation, einem profitablen und ausgewogenen Spiel künstlerischer Mittel.

Es war eine Freude miterleben zu können, wie sich Wolfgang Leber über die Jahre die Kunst des Steindrucks eroberte. Stets mit „sicherer Hand“ und fester Vorstellung für seine Bild- und Farbkomposition.

Beim Bezeichnen der Steine wurden Farbwerte akzentuiert in Szene gesetzt und ließen allmählich – durch das Übereinanderdrucken der Farbsteine – strukturierte, gestaffelte räumliche Illusionen – einem Bühnenbild ähnlich – entstehen. Seine experimentellen Ideen, Wagnisse und Versuche, die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Lithographie auszureizen, fanden auch meine Begeisterung und kamen meiner Intension einer Erneuerung der Farblithographie als meisterliche Handwerkskunst entgegen.

Die in der Werkstatt entstandenen Lithographien haben mit dazu beigetragen, dass es ab den 80er Jahren zu einem qualitativen Aufschwung in der Berliner Druckgraphik kam, der nicht zuletzt der ostdeutschen Graphik-Kunst insgesamt neue Impulse gab, und im Weiteren eine künstlerische Anerkennung über Grenzen hinweg mit sich brachte.

Klaus Wilfert, Meister des Steindrucks